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    <title>fränkische bäuerin : Rubrik:biker on the storm</title>
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    <description></description>
    <dc:publisher>saoirse</dc:publisher>
    <dc:creator>saoirse</dc:creator>
    <dc:date>2008-04-30T14:15:09Z</dc:date>
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  <image rdf:about="http://static.twoday.net/saoirse/images/icon.jpg">
    <title>fränkische bäuerin</title>
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    <title>oh lord, won&apos;t you buy me a VW golf</title>
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    <description>&quot;solche auto geht nicht nach middle east. zu alt. solche auto geht nach afrika!&quot;&lt;br /&gt;
dies waren die letzten worte, die in meiner gegenwart über gina verloren wurden. &quot;hundert dreizig ojro&quot; hat mustafa mir für ein auto gegeben, was immerhin mittlerweile stolze 350.000 auf dem wecker hat. &lt;a href=&quot;http://saoirse.twoday.net/stories/610299/&quot;&gt;gina&lt;/a&gt; hat mich seit dezember &apos;92 treu begleitet. sie war zweimal in südfrankreich, vier mal in irland, mindestens zwölf mal auf dem balkan (gefühlte zwanzig mal), einmal in dänemark, schweiz und italien kann ich gar nicht zählen, unzählige male in holland, in luxemburg war sie auch schon (danach habe ich den einzigen haftpflichtschaden meines lebens verursacht, beim rangieren an einer überfüllten tankstelle in wasserbillig einen metallic-lackierten bonzo-benz gerammt, der kotflügel war damals schon teurer als mein ganzes auto). sie trug das (zufalls-!)kennzeichen K-SK mit der quersummme 11 (was meine glückszahl ist). hach, geschichten könnte ich schreiben über dieses auto. wilden sex mit busfahrern und eselhirten habe ich in ihm gehabt. geschlafen im kofferraum bei minusgraden. schweißausbrüche gehabt bei dieser unglaublichen fähr-auffahrt in fishguard. unfreiwillig die belgisch-deutsche grenze durchbrochen, als es sie noch gab. mit verrecktem lichtmaschinenregler bei überfrierender nässe bei bayer dormagen gestanden (zum glück hatte gladbach gegen dortmund gewonnen). kennzeichen verloren auf dem weg nach meerbusch (und die ganze strecke nach köln zurückgefahren, ohne kennzeichen, versteht sich)...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jetzt habe ich &quot;nur&quot; noch ein motorrad. allerdings steht das noch am rhein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die K-SK-kennzeichen liegen noch hier (wenigstens hat mein auto es im gegensatz zu mir in den vier jahren und zwei monaten, die wir beide in berlin leben, nicht über sich gebracht, seinen hauptwohnsitz zu ändern). ich gebe zu, ich habe ein paar tränen ob des abgekratzten pferdes vergossen (die asu-plakette habe ich dann doch nicht beweint).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die versöhnung mit dem traurigen tag kam auf der berlinale: &lt;a href=&quot;http://www.berlinsong.com/&quot;&gt;berlinsong&lt;/a&gt;. uMbedinKt sehenswert!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NB uns hat nicht der tüv geschieden. sondern die feinstaubverordnung.</description>
    <dc:creator>saoirse</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://saoirse.twoday.net/topics/biker+on+the+storm&quot;&gt;biker on the storm&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 saoirse</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-13T23:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://saoirse.twoday.net/stories/3279445/">
    <title>guinea pig monument</title>
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    <description>saoirse on the road:&lt;br /&gt;
ab mittwoch habe ich einen zweitägigen job auf einer streng bewachten deutschen insel, auf der es unter anderem ein meerschweinchendenkmal gibt. da freue ich mich drauf. welcher tierschützer ist dafür, dass ich blümchen drauflege? oder vielleicht lieber ein paar möhrchen und heu?&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/ce/Riems-5_WT2005.jpg&quot;  width=&quot;368&quot; height=&quot;383&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
bildquelle: &lt;a href=&quot;http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Riems?uselang=de&quot;&gt;wikimedia&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>saoirse</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://saoirse.twoday.net/topics/biker+on+the+storm&quot;&gt;biker on the storm&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2007-02-04T21:34:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://saoirse.twoday.net/stories/3029273/">
    <title>all season boots</title>
    <link>http://saoirse.twoday.net/stories/3029273/</link>
    <description>den ganzen tag in halbschuhen rumgelaufen. ohne handschuhe fahrrad gefahren. dabei schweißnass geworden (in t-shirt und lederjacke). gerade beim blick durchs badezimmerfenster eine außentemperatur im mittleren zweistelligen bereich registriert.&lt;br /&gt;
und dann soll man stiefel rausstellen? der nikolaus kommt sich bestimmt verarscht vor und legt ostereier rein. also lasse ich es ganz bleiben. ich putze dann lieber mal meine restlichen sommerschuhe, man muss ja auf alles gefasst sein.</description>
    <dc:creator>saoirse</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://saoirse.twoday.net/topics/biker+on+the+storm&quot;&gt;biker on the storm&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 saoirse</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-06T00:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://saoirse.twoday.net/stories/2613217/">
    <title>nach schottland...</title>
    <link>http://saoirse.twoday.net/stories/2613217/</link>
    <description>... muss ich aber ganz dringend nach portugal und albanien!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nachdem mich &lt;a href=&quot;http://40something.twoday.net/stories/2473343/&quot;&gt;solche weltkarten &lt;/a&gt;immer furchtbar neidisch gemacht haben, konnte ich jetzt dank &lt;a href=&quot;http://facettenauge.blogspot.com/2006/08/europisches.html&quot;&gt;killoyle&lt;/a&gt; feststellen, dass es die auch als europakarte gibt, und da kann ich wohl durchaus mitreden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.world66.com/myworld66/visitedEurope/countrymap?visited=AUBEBHBUCRCZDKENESFRGEGRHUIEITLUMAMLNLNISMSLSVSPSESWVCWA&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.world66.com/myworld66/visitedEurope&quot;&gt;create your personalized map of europe&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
or check out our &lt;a href=&quot;http://www.world66.com/europe/spain/catalonia/barcelona&quot;&gt;Barcelona travel guide&lt;/a&gt;</description>
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    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://saoirse.twoday.net/topics/biker+on+the+storm&quot;&gt;biker on the storm&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2006-09-01T18:56:00Z</dc:date>
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    <title>weiterreisen</title>
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    <description>falls mich jemand mitte august suchen sollte: da geht die weltreise von frau saoirse weiter. &lt;br /&gt;
to be continued.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.nwt.co.uk/images/member_images/normal/517-20139-garden hotel.JPG&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>saoirse</dc:creator>
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    <dc:date>2006-07-31T12:15:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://saoirse.twoday.net/stories/2030284/">
    <title>Tag 15: Tuva und der Eurovision Song Contest</title>
    <link>http://saoirse.twoday.net/stories/2030284/</link>
    <description>Nachdem ich eine ganze Woche in Molwanien fest gehangen und um mein treues Gefährt gekämpft hatte, konnte die Reise gestern endlich weitergehen. Was ich in der Zwischenzeit in Molwanien erlebt habe, blogge ich vielleicht irgendwann mal rückblickend, jetzt musste ich erst mal Kilometer machen, um die Weltumrundung noch rechtzeitig abzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tuva ist ein schönes Land. Ein wunderschönes, genauer gesagt. Aber darüber wird auch anderswo reichlich berichtet. Ich hatte ein ganz anderes Ansinnen: Ich wollte unbedingt das Halbfinale des Eurovision Song Contest sehen. Keine leichte Aufgabe.&lt;br /&gt;
In Tuva gäbe es auch ein Festival, das hieße Ustu-Hure und finde einmal jährlich statt. Der Großteil der Einnahmen werde zur Rekonstruktion des gleichnamigen buddhistischen Tempels verwendet, erzählte mir ein netter Herr im Anzug, den ich in einer Straßenkneipe angesprochen hatte, da er so aussah, als hätte er zu Hause eine Satellitenschüssel.&lt;br /&gt;
Das sei ja alles ganz wunderschön, aber ich gedenke nicht, länger als einen Tag in Tuva zu bleiben, da ich bis zum Ende dieses Monats noch die dünner besiedelte Hälfte des Erdballs bewältigen müsse, sagte ich dem wohlmeinenden Herrn. Er meinte es wirklich gut mit mir, denn er brachte mich kurzerhand zum tuvinischen Kultusminister.&quot;Wenn der keine Schüssel hat, wer dann&quot; dachte ich mir. Ich hatte mir schon eine Geschichte zurechtgelegt, dass ich Musikjournalistin sei und mein Lebensunterhalt im direkten Zusammenhang mit der Platzierung der Ukraine im Halbfinale stehe. Oder so ähnlich. Doch ich erfuhr etwas wirklich viel beeindruckenderes: Ein &lt;a href=&quot;http://www.eurolang.net/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=2596&amp;Itemid=33&amp;lang=en&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;tuvinischer Obertonsänger&lt;/a&gt; hatte sich unlängst für den &lt;a href=&quot;http://www.liet.nl/home.php?l=10&quot;&gt;Minoritäten-Grand Prix&lt;/a&gt; qualifiziert, der dieses Jahr am 14.10.2006 in Östersund stattfindet. Hier eine Kostprobe: Mein neuer Oberton-Favorit &lt;a href=&quot;http://yat-kha.blogware.com/download/music/ReCovers/Albert_Kuvezin_Yat_Kha_Orgasmatron.mp3&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Orgasmatron&lt;/a&gt;. Plötzlich war mir das Halbfinale fast egal. Ich wollte nur noch Obertöne. Ich vermutete fast, dass ein Minister diese rare Sangeskunst beherrschte, und hatte recht. Als er mich dann mit zu sich nach Hause nahm, musste ich auch keine zweite Begegnung mehr mit dem Schnaps aus vergorener Ziegenpisse, pardon, Ziegenmilch fürchten, denn es handelte sich hier um einen Whiskey-Kenner erster Garnitur. So saß ich also Springbank trinkend in einer klimatisierten Luxusvilla (Anm.d.Red. dies ist wohl das falscheste Bild von Tuva, was jemals jemand in der Öffentlichkeit vermittelt hat, und das wird wohl auch so bleiben) und jubelte, als die Monster-Finnen und die Fußball-Litauer es geschafft hatten. Währenddessen erzählte mir der mittlerweile nicht mehr so kultivierte Minister, dass er als Jugendlicher auch einmal in einer Rockband gespielt hat und mich eigentlich um meinen Lebensstil beneidet.</description>
    <dc:creator>saoirse</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://saoirse.twoday.net/topics/biker+on+the+storm&quot;&gt;biker on the storm&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 saoirse</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-18T22:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://saoirse.twoday.net/stories/1957083/">
    <title>Tag 7: Molwanien</title>
    <link>http://saoirse.twoday.net/stories/1957083/</link>
    <description>Schon seit ich letzten Sommer vom gern gesehenen Gast den Reiseführer für das &lt;a href=&quot;http://www.randomhouse.de/dynamicspecials/molwanien/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Land des schadhaften Lächelns&lt;/a&gt; geschenkt bekommen hatte, träumte ich davon, einmal dieses wundervolle Land zu bereisen. Nun lag es quasi auf meiner Strecke und ich beschloss, einen Abstecher dorthin zu machen. Den Satz &quot;Die meisten Durchgangsstraßen haben eine Transitspur für Motorräder, Taxis und Vieh&quot; fand ich besonders reizvoll. Dabei hatte ich allerdings nicht bedacht, dass der Anteil der Bevölkerung Molwaniens, welcher extensive Viehzucht betreibt, um ein vielfaches höher ist als der der PS-starken Zweiradfahrer. So fuhr ich also Slalom zwischen Ochsenkarren, Kuhfladen und Schweineherden und lernte auf die Art und Weise mehrere der schadhaft zahnlosen Einwohner kennen. Irgendwann machte ich Rast und musste zu meinem Bedauern feststellen, dass ich nicht die einzige war, die den Reiseführer gelesen hatte. Ganze Horden von Europäern drängten sich in der vom Verlag empfohlenen Jugendherberge. Ich tat, was sich schon vor zehn Jahren in Irland bewährt hatte: ich setzte mich in ein etwas abgelegeneres Wirtshaus und fragte, ob man mir eine günstige Unterkunft beschaffen könne. Auch der bescheidenste molwanische Wirt freut sich über einen Nebenverdienst, und so räumte mir die Dame des Hauses großzügig eine Kammer frei. Nun galt es, die Stadt zu besichtigen und sich an diversen Lukkulitäten - wie zum Beispiel den berühmten auf Hammelmöhren basierenden Nachspeisen - zu ergötzen. &lt;br /&gt;
Als ich vom Stadtrundgang zurückkam, war die Suzi verschwunden. Erst dachte ich, ich hätte mich verlaufen und wäre einfach in der falschen Straße gelandet, da die Innenstadt von Lutenblag ein Labyrinth aus Plattenbauten war. Ich lief die Straße, die ich für die richtige hielt, fünfmal auf und ab. Das Motorrad blieb verschwunden. Ein Blick in der Reiseführer weckte nicht unbedingt Vertrauen: &quot;Sollte einem doch etwas abhanden kommen, empfiehlt es sich, nach dem nächsten &lt;i&gt;Guardja Civilje&lt;/i&gt; Ausschau zu halten. Es besteht eine gute Chance, dass er und der Dieb identisch sind.&quot; Gesagt, getan. Ich suchte mir den nächstbesten Kontaktbereichsbeamten und fragte ihn höflich in akzentfreiem eilig aus dem Sprachteil der Reiseliteratur zusammengesuchtem Wiesen-Molwanisch (dass Wald-Molwanisch in Städten nicht gesprochen wird, hatte ich auch schon kapiert): &quot;Haben sie vielleicht mein Motorrad gestohlen?&quot;. Er lachte schadhaft und sagte &quot;Wakuz dro brugka spazibo&quot; (wörtl. &quot;Gott schicke dir einen kräftigen Esel&quot;), was soviel wie &quot;Ich habe dich verstanden, wir sind jetzt Verbündete&quot; bedeuten sollte. Er lud mich zu einem Schnaps aus vergorener Ziegenmilch ein (man hatte mich schon vor fünfzehn Jahren auf einem Diavortrag über Tuva vor dem Zeug gewarnt, aber ich wollte es einfach selber wissen) und weihte mich in ein gut gehütetes polizeiliches Geheimnis seines Landes ein. Ein molwanischer Polizist wird nur befördert (und somit von der Infanterie bzw. den Straßenstehern in die besserverdienende Gruppe der motorisierten - und bewaffneten - Garde angehoben), wenn es ihm gelingt, von seinem sauer verdienten Geld ein Motorrad zu erwerben. Da dies rein rechnerisch unmöglich war, waren die molwanischen Polizisten dazu übergegangen, Touristen Motorräder zu stehlen. Dass meins beinahe genau 30 Jahre alt war, hatte den Dieb offensichtlich nicht abgeschreckt. Ich musste mich also auf einen Kuhhandel einlassen und irgendein brauchbares Zweirad herbeizaubern, damit der arme Kerl, der sich der Suzi bemächtigt hatte, nicht dem Beförderungsstop unterläge. Ich stellte mir vor, dass vielleicht doch der richtige Zeitpunkt gekommen wäre, die Suzi gegen einen - zugegebenermaßen zweifelhaften - ideellen Wert einzutauschen, und beschloss, eine Nacht drüber zu schlafen.</description>
    <dc:creator>saoirse</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 saoirse</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-12T21:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://saoirse.twoday.net/stories/1952172/">
    <title>Tag 6: Ürümqi</title>
    <link>http://saoirse.twoday.net/stories/1952172/</link>
    <description>Seit den Tagen des Grundstudiums hatte ich mir gewünscht, einmal in die Urheimat der Tocharer zu gelangen. Nicht nur deshalb, weil diese die östlichste Kentum-Sprache sprachen und nachweislich blond und blauäugig waren, sondern weil ich mich grundsätzlich schon immer für vernachlässigte Randgruppen interessiert hatte. Nun also stand Urumchi auf meiner Reiseroute. Perfekt war das. Mir hatte schon jemand erklärt, dass in diesem Teil Chinas gar nicht unbedingt Reis das Grundnahrungsmittel darstellt, sondern in Fett gebratene Nudeln. Da ich Nudeln schon seit Königswinter nicht mehr gesehen hatte (über den Bundeswehrstandort in Usbekistan lässt sich ohnehin streiten, aber das, was dort derzeit an Dosenfutter aus Restbeständen der &lt;i&gt;Forze Armate&lt;/i&gt; mit dem Verfallsdatum von 2002 an die Jungs verfüttert wird, ist einfach unverzeihlich) freute ich mich besonders darauf, mal wieder irgendetwas außer Dosenbohnen und Nato-Zwieback konsumieren zu können.&lt;br /&gt;
Als ob sie gespürt hätte, dass ich insgeheim beschlossen hatte, sie irgendwo in China oder der Mongolei zu verkaufen und mit dem Flugzeug über den Pazifik zu reisen, gab die Suzi in Kirgisistan und auf diversen Pässen im Tianshan-Gebirge ihr bestes. Sie ließ mich nie im Stich, und ich dankte es ihr mit ausgiebigen Ruhepausen. Urumchi ist die am weitesten vom Meer entfernte Großstadt der Welt, wofür man allerdings durch eine prächtige Gebirgslandschaft entschädigt wird. Ich beschloss, mich aus der Großstadt zu entfernen und in einem kleinen Bergdorf auf der Strecke nach Qilian Shan zu übernachten. Leider sprach dort kein Mensch etwas anderes als Uigurisch. Dabei hatte ich extra noch während der Fahrt versucht, die Paar Brocken Mandarin zu reanimieren, die ich mal während meiner Sprachlehrbuch-Sammelphase erworben hatte. Völlig umsonst. Trotz meiner fehlenden Sprachkenntnisse gelang es mir, eine sehr gastlich hergerichtete Jurte für die Nacht klarzumachen und eine leckere Speise, bestehend aus einer Art sehr scharfen Rettichs und - jawohl - gebratenen Nudeln zu bekommen. Zwei hübsch karnevalistisch gekleidete Uiguren wollten unbedingt ohne Helm eine Runde mit der Suzi durchs Dorf drehen, was ich ihnen gerne gewährte, nicht ohne vorher mein gesamtes Gepäck abzuschnallen und in die Jurte zu bringen. Die Luft war klar und es war ein warmer Frühsommerabend. Wie glücklich war ich da, als die beiden Jungs mir als Dankeschön für die Spritztour ein Sixpack Tsingtao mitbrachten. Immerhin, dachte ich - keine Einheitssprache, aber ein ubiquitäres Bier für so ein Riesenland. Der Abend war gerettet. In der Jurte roch es nach Ziegenpisse, aber nach dem dritten Tsingtao war ich mir auch dessen nicht mehr so sicher und schlief tief und fest ein.</description>
    <dc:creator>saoirse</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://saoirse.twoday.net/topics/biker+on+the+storm&quot;&gt;biker on the storm&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 saoirse</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-11T22:04:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://saoirse.twoday.net/stories/1946630/">
    <title>Jetzt endlich - Tag 5: Die Brücke der Freundschaft</title>
    <link>http://saoirse.twoday.net/stories/1946630/</link>
    <description>Zunächst einmal muss ich etwas loswerden: Usbekistan is the new Andalucia! Ich bin nachhaltig beeindruckt von der Architektur und werde auf jeden Fall wiederkehren und etwas mehr Zeit zum Sightseeing mitbringen. Termes hat mir besonders gut gefallen [nein, nicht wegen der ganzen uniformierten Deutschen, die da rumrennen!]. Es ist eine der ältesten Städte der Welt, ich habe viel über das Griechisch-Baktrische Reich gelernt, während ich dort war.&lt;br /&gt;
Doch das eigentliche Ziel des Ausflugs war ja das andere Ufer des Oxos (so hieß er zu Zeiten Alexanders des Großen, zu welchen er auch als das Ende der Welt galt) besser bekannt als Amudarja. Transoxanien als Ausflugsziel! Wie &lt;s&gt;wahnsinnig&lt;/s&gt; waghalsig muss man sein, um auf so eine Idee zu kommen? Jedenfalls hatte es tatsächlich den Charme einer Reise in die Anderswelt. Der kleine süße Hauptfeldwebel hatte kurzfristig Manschetten bekommen, nicht etwa, weil ihm das Abenteuer zu riskant erschienen wäre, sondern weil er Angst um seinen Job in der Fernmeldeaufklärung hatte. Er stand aber Schmiere am usbekischen Ufer und versprach, zu warten, bis ich wiederkehre. Wiederholt schärfte er mir ein, kurz vor dem anderen Ufer den Motor abzustellen, die Suzi auf jeden Fall auf der Brücke stehen zu lassen, kurz einen Fuß auf den Boden zu setzen und schnellstens wieder umzukehren. Alles weitere könne man nicht riskieren, da die Afghanen zwar nicht über Infrarot-Sensorik verfügten, wohl aber regelmäßig vom ca. 100 m entfernten Schlagbaum zur Brücke kämen, um am Ufer zu patrouillieren.&lt;br /&gt;
Gesagt, getan. Ich ließ die Suzi sogar mitten auf der Brücke stehen, da mir der HFw noch verraten hatte, dass die Überwachungsscheinwerfer vom Brückenkopf nur bis zum vorderen Drittel reichten. Ich kroch also auf allen vieren nach Afghanistan, mit kugelsicherer Weste bekleidet und ohne den Helm abzuziehen. Herrje, mein Großvater, der Tito-Partisan, wäre stolz auf mich gewesen.&lt;br /&gt;
Kaum war ich wieder zurück auf usbekischem Boden - ich hatte mich gerade noch im Scheinwerferlicht besinnen können, nicht direkt zu meinem Wachposten zurückzukehren -  kam ein gefährlich aussehender gepanzerter Lada Niva aus Afghanistan. Das mussten Drogenschmuggler sein, dachte ich mir. Ich hatte gelesen, dass nachts sehr viele Opiate den Amu Darya passieren. Sie hatten die Fenster offen und hielten an. Mir schlotterten die Knie so sehr, dass ich kaum noch runterschalten konnte. Aus dem Auto jedoch klang eher harmloses Gelächter darüber, dass ich ganz offensichtlich eine Frau mit zivilem Kölner Kennzeichen war, die fern der Heimat Probleme mit der Gangschaltung hatte. Ich traute meinen Ohren nicht: in dem Wagen wurde Serbisch und Russisch geredet. Das war die Rettung! Ich stotterte etwas von deutsche Sanitätsoffizierin (kurioserweise trug ich tatsächlich Majorsdienstgrade) und wünschte ihnen Gottes Segen und alles Gute. Wahrscheinlich waren es tatsächlich irgendwelche Amateurschmuggler. Jedenfalls schien sie weder meine Anwesenheit noch die Tatsache, dass ich fließend Serbisch sprach, zu beunruhigen.&lt;br /&gt;
Wie froh war ich, als ich endlich wieder bei meinem Schwarm war und mir den Helm und die Kampfmontur vom Leib reißen konnte! Wir fielen uns in die Arme und ich beschloss, an Ort und Stelle ein Zelt aufzuschlagen, da er am nächsten Tag Spätschicht hatte.</description>
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    <dc:date>2006-05-10T22:07:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://saoirse.twoday.net/stories/1927704/">
    <title>Tag 5: Es ist viel zu heiß draußen...</title>
    <link>http://saoirse.twoday.net/stories/1927704/</link>
    <description>... und was ich erlebt habe, viel zu aufregend, um es in einem internet-café mit elend langsamer verbindung aufzuschreiben. deswegen vertröste ich euch auf nächste woche. nur so viel sei gesagt: ich habe mein abenteuer verwirklicht und es ist alles gut gegangen.</description>
    <dc:creator>saoirse</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://saoirse.twoday.net/topics/biker+on+the+storm&quot;&gt;biker on the storm&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 saoirse</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-07T12:13:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://saoirse.twoday.net/stories/1923195/">
    <title>Tag 4: Und ich war doch in Afghanistan!</title>
    <link>http://saoirse.twoday.net/stories/1923195/</link>
    <description>&lt;img src=&quot;http://www.washington.edu/computing/windows/issue26/graphics/waugh2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hey, das macht mittlerweile richtig Spaß! Ich wusste nicht, dass in Taschkent so viel los ist. &lt;br /&gt;
Die Fahrt war anstrengend und der Zwischenstop in Samarkand (s.o.) vollkommen überwältigend, also stellte ich die Suzi unmittelbar nach der Ankunft in Taschkent in einer Seitenstraße ab und suchte mir ein Restaurant. KAPABAH - das klang vertrauenerweckend. Dort gab es Blätterteigpastetchen gefüllt mit etwas undefinierbarem, was sie dort Ragu Fang nennen (Katzen würden W... [was anderes] kaufen!), und das man nur mit Unmengen Worcester-Sauce genießen konnte. Mir war alles egal, ich hätte auch Maulwurfgulasch gegessen, so erschöpft und ausgehungert war ich vom Fahren. Auf der Suche nach einer Herberge, die laut Auskunft des kasachischen Kellners, der fließend Deutsch sprach, in Spuckweite der Tamerlan-Statue sein sollte, kam ich an einem der sagenumwobenen Karaoke-Zelte vorbei. &quot;Der Abend ist gerettet&quot;, dachte ich mir. Karaoke in Taschkent. Fester Bestandteil jedes Usbekistan-Urlaubs. Das darf ich mir nicht entgehen lassen. Wenigstens wird mich hier keiner beschuldigen, den Vorentscheid für den ESC manipuliert zu haben.&lt;br /&gt;
Im Mitsing-Zelt lerne ich einen deutschen Hauptfeldwebel kennen, der am Lufttransportstützpunkt in Termes stationiert ist. Er ist so charmant, dass ich beschließe, meine Alkohol-Abstinenz zu unterbrechen - ich kann ja morgen ausschlafen. Wir singen zusammen &quot;Up where we belong&quot; und &quot;The Boxer&quot;. Ich verrate ihm, dass ich schon immer mal etwas total Verbotenes tun wollte, und er scheint mir der richtige Kandidat für einen gefährlichen Streich zu sein. Also beschließen wir, dass er mich zur Grenze bringen wird, damit ich mit meiner Suzi einmal völlig illegal afghanischen Boden befahren kann. &lt;br /&gt;
Er besteht darauf, dass ich dafür eine kugelsichere Weste anziehe und er sich hinten drauf setzt. Wir werden morgen nacht gemeinsam im Schutze der Dunkelheit kurz vor der Dämmerung über die &quot;Brücke der Freundschaft&quot; fahren. Ich wage gar nicht, mir Gedanken darüber zu machen, was passiert, wenn wir auffallen. Zu hart kickt das Adrenalin. Ganz abgesehen davon, dass es die völlig falsche Richtung ist, da ich ja nicht durch Afghanistan reisen kann sondern irgendwie in die Mongolei kommen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Fuße des Amir-Temur-Denkmals küssen wir uns und beschließen, das Projekt auf jeden Fall durchzuziehen, komme, was wolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Mitlesende, sollte ich bis, sagen wir, Mittwoch nicht wieder aufgetaucht sein, könnt ihr mal vorsichtig überlegen, ob ihr Nachforschungen anstellen wollt. Ich melde mich dann spätestens, wenn ich in der Mongolei ein funktionierendes Internet-Café gefunden habe.</description>
    <dc:creator>saoirse</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://saoirse.twoday.net/topics/biker+on+the+storm&quot;&gt;biker on the storm&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 saoirse</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-05T21:25:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://saoirse.twoday.net/stories/1913609/">
    <title>Tag 3: Wo bin ich? Hat jemand einen Kalender?</title>
    <link>http://saoirse.twoday.net/stories/1913609/</link>
    <description>Am frühen Morgen noch schnell mit Herrn Bandinowitsch dem Höhlenkloster einen Besuch abgestattet, und ab Richtung Osten. Die folgenschwere Entscheidung, mit einer alten Sowjetunion-Karte ostdeutscher Provenienz aus Opas Bücherregal auf diese Reise aufzubrechen, sollte sich nun zum ersten Mal bemerkenswert rächen. Ich wusste doch gar nicht, dass man zwischen Kiew und Taschkent nicht nur zwei Zeitzonen, sondern auch mehrere paramilitärische Schlagbäume und vor allem Kalendergrenzen passieren muss.&lt;br /&gt;
Jedenfalls mache ich in Charkow gegen Mittag zum ersten Mal Rast und bin noch total guter Dinge, sind doch die Straßen durchaus befahrbar und die Umgebung spannend. Plötzlich fällt mir - rechtzeitig innerhalb der Ukraine - ein, dass ich ja mein Panini-Album im Tankruksack habe und mir noch 5 Ukrainer fehlen. Also gehe ich zum Kiosk. Kaufe 20 Tütchen [die kosten hier einen Bruchteil der 50cent, die man bei uns dafür berappen muss] und setze mich auf eine Parkbank, um sie auszupacken, in aufsteigender Reihenfolge zu sortieren und einzukleben (ein Ritus, den mich mir selbst auf einer Weltreise nicht nehmen lasse). Ein junger Mann gesellt sich zu mir, erfährt, dass ich Gladbach-Fan bin und lädt mich in einen verrauchten Raum ein, der eine Mischung aus Jugendclub, Proberaum für Punk-Bands, die gerne zum Eurovision Song Contest möchten, und illegalem Wettbüro zu sein scheint. &lt;br /&gt;
&quot;Du sagen - wir wetten!&quot;, sagt er in gebrochenem Deutsch. &quot;Ukraine Quarter Finale&quot;, verstehe ich noch. &quot;Gegen wen?&quot; (&quot;Oh Gott, wenn Spanien vorher rausfliegt und ihr im Achtelfinale gegen Frankreich gewinnt, bin ich Pelé&quot; denke ich bei mir und sage vorsichtshalber, einfach um die Grenzen des möglichen nicht zu durchbrechen, &quot;Togo&quot;). &quot;Ja, brüllen sie, es steht 83:21&quot;. &quot;Alles klar, sage ich&quot;. &quot;Wir wohnen bei dir wenn Halbfinale, in Deutschland. In genau  zehn Woche&quot;, sagt er zum Abschied. Ich rechne. Irgendetwas stimmt nicht. Zehn Wochen ist zuviel. Ich rechne wieder. Meine orthodoxe Erziehung mahnt zur Revision der westeuropäischen kalendarischen Ordnung. Es kann doch wohl nicht sein, dass die Ukrainer die WM nach dem &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Julianischer_Kalender&quot;&gt;Julianischen Kalender&lt;/a&gt; erwarten, denke ich mir und kehre, obwohl ich den Tankrucksack schon aufgeschnallt habe, noch einmal um. &quot;Leute, ihr wisst schon, dass die WM am 9.6. nach gregorianischer Zeitrechnung beginnt, oder?&quot;, frage ich die Wettkönige. Ratloses Geschwätz beginnt. Irgendjemand zückt ein Handy. Ich vermute, dass er mindestens mit dem Patriarchen von Kiew oder dem ukrainischen Nationaltrainer telefoniert. Dann geht alles sehr schnell. Ich werde in Handschellen aufs nächste Polizeirevier gebracht. Der Dolmetscher teilt mir so viel mit, dass ich angeblich Wetteinsätze manipulieren wollte, indem ich die Achtel- und Viertelfinalspiele auf ein falsches Datum gesetzt hätte. &quot;Du lieber Himmel&quot;, denke ich und versuche, sie damit zu trösten, dass ja bald der Eurovision Song Contest sei und sie dabei statistisch weit höhere Chancen aufs Finale hätten als bei der Fußball-WM. Irgendwann wird es mir zu bunt und ich fange an, zu diskutieren. Man solle gefälligst der Fußballmannschaft mitteilen, dass sie jetzt ein wenig schneller trainieren müsse und mich in Ruhe lassen, ich habe schließlich einen viel engeren Zeitplan, da ich vor dem Anpfiff wieder in Berlin sein muss. Im Revier wird weiter heftig diskutiert. Mein bruchstückhaftes Ostslawisch reicht so weit, dass ich verstehe, dass man mich jetzt irgendwie in hochoffizieller Form dafür entschädigen müsse, meinen Zeitplan nicht mehr einhalten zu können. Die  wollen mich als Heldin eskortieren. Ich will doch nur hier raus...&lt;br /&gt;
Man entschuldigt sich in großer Form und mir wird angeboten, die Suzi auf einen Militär-LKW zu laden und nach Taschkent zu fahren, was ich dankend ablehne. Dennoch fahren wir bis zur ukrainisch-kasachischen Grenze im Konvoi, was sich als sehr gute Idee herausstellt, da ich überhaupt kein usbekisches VIsum habe. Der Wettkönig jedoch bezahlt das Schmiergeld, und ich bekomme zwei kasachische und einen schönen bunten usbekischen Stempel in meinen Pass und eine rote Nelke vom Zollbeamten in die Halterung vom Tankrucksack. An Kasachstan kann ich mich dann auch nicht so recht erinnern...&lt;br /&gt;
Richtig sexy Uniformen haben sie, die usbekischen Zöllner!</description>
    <dc:creator>saoirse</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://saoirse.twoday.net/topics/biker+on+the+storm&quot;&gt;biker on the storm&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 saoirse</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-03T23:29:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://saoirse.twoday.net/stories/1908229/">
    <title>Tag 2: Kiew</title>
    <link>http://saoirse.twoday.net/stories/1908229/</link>
    <description>Im Morgengrauen mit einer altersschwachen Suzi im zweiten Gang durch Warschau tuckern hat was pionierhaftes. Nur ein paar Penner sind unterwegs, die Müllabfuhr und ich. Ich weiß, dass ich einen mindestens 15stündigen Höllenritt vor mir habe und lasse mich deshalb in der polnischen Hauptstadt nicht aufhalten. So etwas wie eine Autobahn gibt es nur für einige Kilometer aus der Stadt raus, danach wird es öde, bald wird es richtig unsagbar öde, und sumpfig obendrein. Hinter Brest wird es noch sumpfiger. Nur alle Stunde kommt mir mal ein Fahrzeug entgegen, die Leute hupen und wundern sich wohl über das Motorrad in dieser Einöde. Irgendwann erscheinen endlich ein paar Hügel, die schnell zu richtigen Bergen werden. Die Strecke ist genau nach meinem Geschmack, sanfte Kurven und endlose Weite. Das Gefühl, nirgendwo ankommen zu wollen, ergreift mich und reist eine Weile mit mir, bis irgendein unbedeutendes Ereignis oder Objekt am Wegrand meine Aufmerksamkeit ablenkt. In einem Dorf sehe ich so etwas wie eine Kneipe und beschließe, Rast zu machen. Der Schweinebraten mit Roter Bete schmeckt wegen der freundlichen Atmosphäre leckerer als er ist, dazu gibt es salziges Mineralwasser und danach sehr starken Tee.&lt;br /&gt;
Danach heize ich weiter durch das dünn besiedelte Land und bin froh, als ich endlich das Ufer des Dnjepr erreiche. Ein Gefühl der Vertrautheit beschleicht mich, als ich feststelle, dass die auch so eine Art Siegessäule haben dort in Kiew. Natürlich will ich auch das Höhlenkloster besichtigen, doch erst einmal muss ich eine Unterkunft für die Nacht finden. In der Jugendherberge ist noch Platz, und da mein Budget knapp bemessen ist, nehme ich diesen dankend in Anspruch. Das Wasser in der Dusche ist angenehm warm und die Herberge voller lustiger irischer Studenten, so dass ich mich sehr schnell sehr wohlfühle.&lt;br /&gt;
Die Altstadt von Kiew kommt mir nach wie vor ungewohnt vertraut vor. Auf der Suche nach einem Internet-Café begegne ich plötzlich &lt;a href=&quot;http://bandini.twoday.net&quot;&gt;Simeon Bandinowitsch&lt;/a&gt;, der in Kiew gerade einen Kundendienst für aus Deutschland ausrangierte Zigarettenautomaten betreut. Groß ist die Wiedersehensfreude, und da an diesem 2.Mai mein dritter Hochzeitstag ist und ich Herrn Bandinowitsch überdies zum dritten Mal im Leben begegne, beschließe ich, mit ihm im örtlichen panasiatischen Restaurant namens Long Phuong - welches im Hinterraum auch noch ein Internet-Café hat, sehr wichtig für Blogsüchtige - essen zu gehen und drei Gläser lauwarmen Reiswein zu trinken. Es gibt Amokfisch, das ist die touristisch abgemilderte Variante des berüchtigten &lt;a href=&quot;http://www.lisaneun.com/l9log/2005_11_25.html#000776&quot;&gt;Zombiefisches&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Kenner behaupten allerdings, die Hauptzutat sei &lt;a href=&quot;http://katinkaxyz.twoday.net/stories/1562379/&quot;&gt;Pangasius&lt;/a&gt;. Der Abend wird ungeheuer lustig. Alle drei Minuten muss Herr Bandinowitsch am Mobiltelefon irgendwelche Fragen zu defekten Zigarettenautomaten beantworten. Zwischendurch fragt er mich, ob ich schon einmal an einer präkoitalen Depression gelitten habe. Ich verneine und weise darauf hin, dass ich die Dimension der Geschlechtsorgane meiner potentiellen Bettgenossen immer sehr genau in Augenschein nehme, und wenn ich den Eindruck bekomme, dass sie zu prä-, inter- oder postkoitalem Leiden führen könnten, etwas anderes statt dessen unternehme, zum Beispiel eine Weltreise auf dem Motorrad. Herr Bandinowitsch sagt, dass habe er mit der Frage eigentlich gar nicht gemeint, ich lache nur und bestelle mir eine weitere Portion Amokfisch.&lt;br /&gt;
Wir beschließen, uns am nächsten Morgen gemeinsam das Höhlenkloster anzuschauen. Er spendiert mir eine Stange polnischer Filterzigaretten als Wegzehrung und verabschiedet sich, um einen letzten Rundgang durch die 872 Kneipen mit frisch installierten Tabakmaschinen seiner Firma zu unternehmen. Ich falle in mein Jugendherbergs-Doppelstockbett und schlafe wie ein Stein, noch bevor die ganzen besoffenen Iren nach Hause kommen.</description>
    <dc:creator>saoirse</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://saoirse.twoday.net/topics/biker+on+the+storm&quot;&gt;biker on the storm&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 saoirse</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-02T23:35:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://saoirse.twoday.net/stories/1900505/">
    <title>Tag Eins: Letzte Reisevorbereitungen und Abfahrt</title>
    <link>http://saoirse.twoday.net/stories/1900505/</link>
    <description>Da ich die Reise relativ kurzfristig geplant hatte, konnte ich mich nicht mit allen Einzelheiten auseinandersetzen. Wichtig ist nur, dass ich heute noch losfahre. Und zwar bei Tageslicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern spät in der Nacht bin ich in meinem Hexenhäuschen in Königswinter angekommen und habe die Gwyfyn (so heißt das Motorrad) in Augenschein genommen. Unterwegs hatte ich eigentlich schon fast beschlossen, die arme Suzi ihrer eigentlichen Bestimmung &quot;Siebengebirgs-Westerwald-Tagestouren-RoadGranny&quot; zu überlassen, ein Flugticket nach Amerika zu buchen und mir dort erst einmal für den Highway 66 eine gebrauchte Chopper japanischer Produktion anzuschaffen (ja, ich boykottiere H.D.). Ein Wunder war jedoch geschehen. Der temporäre Untermieter Tom hatte die heißgeliebte Grüne nicht nur TÜV-fertig gemacht, indem er ihr liebevoll einen Auspuff zusammengeschweißt und die Sitzbank neu gepolstert hatte, er hatte mir sogar neue Reifen spendiert (die hatten zwar noch Profil, waren aber schon fast zehn Jahre alt) und obendrein einen richtig schicken ledernen Tankrucksack besorgt. Es konnte also losgehen. Die erste Hürde - das Schrauben - war mir abgenommen worden. Das ist doch ein richtig gutes Vozeichen für die Reise.&lt;br /&gt;
Die nächste Hürde ist die Planung der Reiseroute. Natürlich will man - in alter Hippy-Tradition - auf dem Landweg nach Indien. Diverse &lt;a href=&quot;http://english.aljazeera.net/NR/exeres/D9E82557-F5A7-4057-947F-36E26CFC42E7.htm&quot;&gt;Kleidervorschriften&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.visumdirekt.de/bestimm.vd/Afghanistan/Visa/Bestimmungen/Visa_Bestimmungen.htm&quot;&gt;Visabestimmungen&lt;/a&gt; konnte ich nicht so ohne weiteres einhalten. Mein ursprünglicher Plan, den Motorradhelm nicht ein einziges Mal in der Öffentlichkeit abzunehmen, während ich den Iran durchquere, erschien mir aus diversen Gründen nicht realisierbar. Zum einen drücken selbst die besten BMW-Helme irgendwann, zum anderen will man ja schließlich auch mal essen gehen oder abends im Sonnenuntergang sitzen und sich den Wind durch die Haare streifen lassen.&lt;br /&gt;
Also erkläre ich Kiew zu meinem ersten Reiseziel und überlege mir dann irgendwo in China, ob ich Indien mitnehme. &lt;br /&gt;
[Anmerkung: Es ist, gemessen an einem Erdumfang von knapp über 40.000 km, erwiesenermaßen unrealistisch, die Erdumrundung in 30 Tagen mit dem Motorrad als einzigem Transportmittel zu bewerkstelligen. Daher werde ich mir unterwegs überlegen, ob ich die Story im Zeitraffer schreibe oder die Kiste irgendwann stehenlasse und mit dem Flugzeug weiterreise. Jetzt will ich aber erst einmal den Asphalt streicheln. Nachgedacht wird später].&lt;br /&gt;
Noch kurz den Inhalt des Tankrucksacks beschreiben:&lt;br /&gt;
Zwei Bücher müssen mit: der Klassiker (Phileas Fogg) und die Gebrauchsanweisung (Jupiter&apos;s Travels von Ted Simon). Bei einer Internet-Recherche stelle ich fest, dass es davon längst eine &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.jupitalia.com/&quot;&gt;Fortsetzung&lt;/a&gt; gibt, also bestelle ich mir diese noch per Expressversand. Macht drei Bücher. Plus die obligatorische Biker-Bibel sind vier. Klamotten braucht man nicht viele, da man ja das fette Lederzeug sowieso am körper trägt. T-Shirts und Unterwäsche. Schminke fällt auch weg, also nur Waschzeug. Was gehört in eine Biker-Apotheke, was nicht ohnehin schon im Verbandskasten unter der sitzbank wäre? Ach, mir wird schon nichts passieren, und wenn, dann rettet mich bestimmt irgendein sexy Medizinmann. Handy nehme ich auch nicht mit. Oder doch? Als Notrufstation. OK, ich nehme es mit, werde es aber nur im Notfall anmachen. Der Schutzengel Tom bastelt mir schnell noch eine Ladestation für die Motorradbatterie. &quot;Aber nur im Notfall verwenden, und auf jeden Fall nach dem Laden 50km fahren, sonst verreckt dir die Batterie zu schnell&quot; rät er.&lt;br /&gt;
Ich habe mich bewusst bei niemandem verabschiedet. Die Leute würden sich zu viele Sorgen machen. Da ich ohnehin derzeit arbeitslos bin, muss ich auch nirgendwo kündigen. Es gibt überall nette Mitbewohner, die nach der Post schauen werden.&lt;br /&gt;
Und - ab Richtung Osten. Mit dem Autoreisezug nach Warschau. Nein, nicht weil ich eine Spielverderberin bin, sondern weil ich einfach keinen Bock habe, die Reise mit 700km deutscher Autobahn zu beginnen. Ich will möglichst schnell fort ins Unbekannte. Morgen früh bin ich in Warschau, und von da fahre ich nach Kiew.&lt;br /&gt;
Im Zug ist ein Jugendorchester auf dem Heimweg aus Wien. Wir versammeln uns im Speisewagen und sie spielen extra für mich das Klarinettenkonzert von Mozart in A-Dur (KV 622). Ich lerne ein paar polnische Vokabeln, bin froh, dass die Truppe auch ohne Alkohol fröhlich ist (beim Motorradfahren gilt für mich eine strenge 0-Promille-Regel) und nehme gar nicht wahr, dass wir Berlin schon längst hinter uns gelassen haben.</description>
    <dc:creator>saoirse</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://saoirse.twoday.net/topics/biker+on+the+storm&quot;&gt;biker on the storm&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 saoirse</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-01T13:03:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://saoirse.twoday.net/stories/1896770/">
    <title>biker on the storm</title>
    <link>http://saoirse.twoday.net/stories/1896770/</link>
    <description>einem aufruf von &lt;a href=&quot;http://svashtara.twoday.net/stories/1896506/&quot;&gt;frau svashtara&lt;/a&gt; folgend (ja, tief in mir drin bin ich eine auftragsschreiberin) begebe ich mich morgen auf eine dreißigtägige virtuelle weltumrundung mit meinem dreißigjährigen giftmetallicgrünen motorrad. es ist wirklich wahr - im juni wird die suzi 30. mal schauen, ob sie die weltreise noch überlebt.&lt;br /&gt;
und just in dem moment, wo ich die entscheidung treffe, mitzumachen, läuft im radio &quot;riders on the storm&quot; von den doors. wenn das kein zeichen ist...&lt;br /&gt;
also - ich gehe jetzt schrauben und packen und morgen früh geht es los.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 saoirse</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-30T12:58:00Z</dc:date>
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