Festgetrocknetes Erdbeereis klebte ihm in den Mundwinkeln und spannte die Haut. Die Zunge versuchte leckend die Krusten aufzulösen, scheiterte. Hier half nur noch Wasser.
Doch sein Tatendrang heute, sein Wille zur Konsequenz war stark ausbaufähig und reichte nicht, ihn dazu zu bewegen, sich aus dem tiefen Sessel, in dem er lag, hochzuwuchten, um dann im Badezimmer die Messingdrehknaufe aufzuschrauben und sich mit dem herausspritzenden kühlen Nass das Gesicht zu waschen.
Vielmehr blieb er träge liegen, sog genüsslich an seiner Zigarette, ließ ein paar Wölkchen die Luft durchkringeln und schnippte die Glut in und um den Aschenbecher, der die Häkeldecke auf dem Beistelltisch beschwerte.
Gedankenverloren schlug er das Buch wieder auf, das umgeklappt auf seinem Schoß gelegen hatte: Adornos Minima Moralia. Mit Adorno verband ihn fast eine Seelenverwandtschaft, wenngleich er ihm zeitweise nicht folgen konnte.
Durst kletterte seine Kehle hoch. Nach einigem Ringen entschloss er, sich doch aus dem tiefen Sessel hochzuwuchten. Doch einiges Leichter als das. Sein Kugelbauch schlug beim Aufstehen auf den Oberschenkel, er verlor das Gleichgewicht und fiel rücklinks zurück in den Sessel. Dabei warf er die Beine in die Luft, wie ein Fußballstürmer beim Fallrückzieher. Nicht so elegant, freilich.
Der zweite Versuch. Nun behutsamer. Und erfolgreich. Ächzend drückte er sich aus den durchgesessenen Lederkissen empor und schlurfte ins Bad. Anstrengend, das alles. Beim Blick in den Badezimmerspiegel erst sah er das wahre Ausmaß der Eiskrusten, die seinen schwarzen Bart verklebten und das vom Rauch gebeizte, khakiblasse Gesicht in Kombination mit den den drei großen Leberflecken fast wirken ließen wie einen ledrigen Hauch Flecktarn.
Versuch über sechs vorgegebene Stichwörter
Doch sein Tatendrang heute, sein Wille zur Konsequenz war stark ausbaufähig und reichte nicht, ihn dazu zu bewegen, sich aus dem tiefen Sessel, in dem er lag, hochzuwuchten, um dann im Badezimmer die Messingdrehknaufe aufzuschrauben und sich mit dem herausspritzenden kühlen Nass das Gesicht zu waschen.
Vielmehr blieb er träge liegen, sog genüsslich an seiner Zigarette, ließ ein paar Wölkchen die Luft durchkringeln und schnippte die Glut in und um den Aschenbecher, der die Häkeldecke auf dem Beistelltisch beschwerte.
Gedankenverloren schlug er das Buch wieder auf, das umgeklappt auf seinem Schoß gelegen hatte: Adornos Minima Moralia. Mit Adorno verband ihn fast eine Seelenverwandtschaft, wenngleich er ihm zeitweise nicht folgen konnte.
Durst kletterte seine Kehle hoch. Nach einigem Ringen entschloss er, sich doch aus dem tiefen Sessel hochzuwuchten. Doch einiges Leichter als das. Sein Kugelbauch schlug beim Aufstehen auf den Oberschenkel, er verlor das Gleichgewicht und fiel rücklinks zurück in den Sessel. Dabei warf er die Beine in die Luft, wie ein Fußballstürmer beim Fallrückzieher. Nicht so elegant, freilich.
Der zweite Versuch. Nun behutsamer. Und erfolgreich. Ächzend drückte er sich aus den durchgesessenen Lederkissen empor und schlurfte ins Bad. Anstrengend, das alles. Beim Blick in den Badezimmerspiegel erst sah er das wahre Ausmaß der Eiskrusten, die seinen schwarzen Bart verklebten und das vom Rauch gebeizte, khakiblasse Gesicht in Kombination mit den den drei großen Leberflecken fast wirken ließen wie einen ledrigen Hauch Flecktarn.