Blogistics and Blogology

9
Sep
2008

piep

so, jetzt sind die ferien vorbei, ein neues, todschickes arbeitsgerät ziert meinen schreibtisch und ich finde, es ist zeit, mal wieder ein bisschen zu bloggen. zumal ja am samstag die schöne party ansteht, und wer will schon auf der schönen party sagen "ja, ich habe auch vor ewigkeiten einmal gebloggt, aber mittlerweile twittere ich nur noch, da alles, was ich zu sagen habe, in 140 zeichen passt".

unlängst fragte jemand für ein prominentes printmedium, wie sehr das bloggen, twittern etc. unsere lebensqualität und unseren alltag beeinflusst hat. ich kann eines klar sagen: der roman, den ich im sommer 2004 begonnen habe und von dem ich ruck-zuck sieben kapitel geschrieben hatte, liegt so gut wie unverändert auf der festplatte des vor-vorherigen computers. das war zu zeiten, als ich noch kein DSL in der wohnung hatte. da musste ich mir noch notizen auf karteikarten machen, wenn ich am nächsten tag im büro irgendwas über den historischen kontext recherchieren wollte. und gehäkelt und gestickt habe ich auch nicht mehr, seit ich im web 2.0 unterwegs bin. fürs lesen kann ich das gottseidank nicht behaupten, ich lese nach wie vor viel und gerne.

mittlerweile kann meine mutter internet und skype und wasweißich, guckt sich youtube-videos an. etwas ungelenk war sie zu beginn noch mit dem verständnis von der beziehung zwischen maustaste und browserfenster, da musste ich dann immer an die selige oma (ihre mutter) zurückdenken, die uns alle haushoch im moorhühner erschießen besiegt hat.

ja, mein leben ist bunter, abwechslungsreicher und vielseitiger geworden, aber ich habe auch vieles an kontinuität bei fleißarbeiten verloren, weil die versuchung einfach zu groß ist, zwischendurch mal wieder zu twittern. seit ich das eierfon hab, muss ich auch bei waldspaziergängen aufpassen, dass ich nicht durch mein twittern das vogelgezwitscher übertöne.

aber erst einmal wollte ich hier wieder "piep" sagen.

21
Jul
2008

blog doch mal wieder!

nachdem ich jetzt ohne besonderen grund über zwei monate stillgeschwiegen habe, nutze ich die gelegenheit (die sich bietet, da ich erkältet im bett liege) mal wieder etwas auf schweinchenrosafarbenen hintergrund zu schreiben. eine layout-veränderung wäre sicher auch mal gut, nachdem ich den namen ja schon wegen des kunstwerks verändert habe.

schon kommen anrufe vom atlantischen archipel, ob man sich sorgen um mich machen müsse, da ich nicht mehr blogge.

der hauptgrund meines monatelangen nichtbloggens sieht so aus:

Jessi

sie heißt Jessi und es macht mir im moment mehr spaß, mit ihr spazieren zu gehen als fremder leute internettagebücher zu lesen.
hinzu kommt, wie einige leute bereits bemerkt haben, dass ich meine aktivitäten aufs kurznachrichtenschreiben (aka twitter) verlagert habe, auch dies ohne besonderen grund, einfach nur, weil es ganz lustig ist, schneller geht und man, vorausgesetzt man folgt genug leuten, auch schneller neuen input bekommt. ob dieser sinnreich ist, bleibt zu hinterfragen. abwechslungsreich ist er allemal.

auch auf facebook bin ich etwas aktiver geworden in letzter zeit, obwohl ich mich dieser mode monatelang erfolgreich verschlossen hatte. das ist das krasse gegenteil vom anonymen bloggen: man trifft uralte schulkameraden und junge verwandte wieder, besonders, wenn man - wie ich - das glück hat, aus einem land zu kommen, in dem eine absolute facebook-euphorie herrscht. hierzulande hat man ja angeblich studi-vz und stayfriends (kenne ich beides nicht). man sieht so einiges auf facebook wieder, zum beispiel hätte ich nie geglaubt, dass ich die zwei neurotischen schwarzen katzen, mit denen ich zum jahreswechsel in buenos aires eine wohnung teilte, je wiedersehen werde, geschweige denn im internet, aber siehe da - sie haben mich gefunden und ich habe ihre freundschaftsanfrage bestätigt.

so und auch beim schreiben fällt mir immer noch nichts ein, worüber ich unbedingt bloggen wollte und was ich nicht schon längst getwittert hätte. kommt aber bestimmt bald wieder.

29
Mrz
2008

feind schreibt mit

liebe blogger,
wenn ihr euch, genau wie ich, schon des öfteren nach dem sinn eines bestimmten kommentars und der reaktion darauf gefragt habt – hier kommt die lösung. in wahrheit werdet ihr nur als medium für steganographie genutzt.
"Die sogenannte Blog-Steganographie macht sich den Umstand zunutze, dass es mittlerweile Millionen öffentlicher Blogs gibt, die mit einer Kommentarfunktion versehen sind.
Sender und Empfänger eines Blog-Steganogramms verständigen sich über eine Auswahl von Blogs, die unabhängig voneinander ausgewählt werden. Die Festlegung dieser Blogs nutzen sie als symmetrischen Schlüssel. Nun übersetzen sie ihre Nachricht mit einer beliebigen Methode der linguistischen Steganographie und stellen sie in sehr kleine Einheiten zerlegt als Kommentare in den vereinbarten Blogs online. Ein unbeteiligter Beobachter kann das Trägermedium der Nachricht, also die Gesamtheit der gewählten Blogs, nicht erkennen und nicht herausfinden. Das Verfahren benötigt eine relativ hohe Redundanz, da themenfremde Kommentare in gut gepflegten Blogs schnell gelöscht werden. Brachliegende bzw. verwaiste Blogs bieten sich daher eher für Blog-Steganogramme an, da dort mit wenig Kommentarmoderation gerechnet werden kann. Zum Problem könnte dabei allerdings werden, dass die Daten aus den Blogs nicht mehr selber entfernt werden können und unter gewissen Umständen die ursprüngliche Nachricht rekonstruiert werden kann."

24
Mrz
2008

eintausendeinhundertundelf

1111

tage online! eine runde schnaps für alle kommentierenden!

9
Mrz
2008

kindergeburtstag

es wird wohl einen grund dafür geben, dass die zeichner unter den bloggern (lisa zum beispiel oder mein all time favourite obituarienverfasser) auch nach all den (3!) jahren zu meinen lieblingsbloggern gehören. so hat mich denn auch Lisa 9 dran erinnert, dass ich jetzt schon drei jahre dabei bin. einiges ist geschehen in dieser zeit, maulwürfe haben sex gehabt, genetisch manipulierte sauhirse ist aus dem labor gekommen, datteloligarchen sind vom thron gestürzt worden, der sohn des autors eines meerschweinchendenkmals hat sich bedankt und nicht zuletzt hat es auch schmerzhafte real-life-erlebnisse mit feldpostadressaten gegeben. im prinzip hat alles mit biologie zu tun. letzte woche durfte ich im richtigen leben auch meine ersten echten klonschweine bewundern. vielleicht hätte ich doch veterinärin werden sollen, anstatt mich mit sprachen rumzuschlagen? wer weiß...

jedenfalls ein herzliches dankeschön an alle leser, kommentatoren und stillen beobachter.

21
Jan
2008

flocktest

mal gucken wie es sich mit flock so bloggt

Blogged with Flock

das twitterklickende säkulum

Schiller hatte Anfang der 80er Jahre sein Zeitalter das tintenklecksende Säkulum genannt.
... so weit Rüdiger Safranski (Romantik. Eine deutsche Affäre).

unterdessen frage ich mich, wieviel lesenswerter blogliteratur uns wohl mittlerweile abhanden kommt, da ihre potenziellen schöpfer nur noch 140 zeilen langen befindlichkeitsbullshit in die online-welt ergießen? ich selbst verbringe mittlerweile einen haufen zeit damit, guckstuwasichgradfürnlangweiligenscheißmach-texte zu produzieren und fremde zu lesen. musst du ja nicht, mag jemand einwenden. genau. what are you doing? thinking about what I shouldn't do. ich lese jetzt mal wieder ein paar bücher. habe nämlich beim ablegen meiner geburtstagsgeschenke im to-read-regal festgestellt, dass da noch vom letzten jahr ungelesene übrig sind.

25
Nov
2007

monenda

ein öffentliches memorandum an alle, die sich durch hier geäußerte persönliche - und mittlerweile aufgrund der eingegangenen beschwerden vom netz genommene - meinungen der autorin gebasht, gekränkt, geoutet, gefährdet oder sonstwie geverbt fühlen:
IHR KÖNNT MICH ALLE MAL...
...KOMMENTIEREN!
I love you anyway!

24
Nov
2007

technical support?!

kann man beiträge offline stellen, ohne dass die kommentare verschwinden? ich mag meine kommentatoren und ihre einlassungen, ich finde das undemokratisch, plötzlich nur noch sein eigenes gewäsch lesen zu müssen, wenn man mal was ad acta legen will.

9
Okt
2007

one for the road

ich hielt ja zunächst nicht so viel von diesem zufallsgenerator bei twoday. aber das, was er mir da jetzt, nachdem ich endlich kapiert habe, wie man das macht (ich habe die ganze zeit den link zum klicken gesucht) ausgespuckt hat, haut mich so dermaßen aus den socken:

nach dem ganzen champagner... moabeat oder
allen, die vom limerick-contest noch nicht bis nächstes jahr aschermittwoch...
woran liegt es auch beim umziehen zugeschaut!
tatort: ein waschsalon in berlin-charlottenburg.
patrick hat sein guthaben auf der flucht vor frank, mir selber in die weite welt gezogen, weil ich einfach nie gelernt habe und ehrllich gesagt auch nicht fähig zu einer wilden knutscherei".
"ach so.
was habt ihr es nie gebracht,
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fränkische bäuerin

du bist...

Du bist nicht angemeldet.

guckst du wo...

 

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