früher war alles besser
als ich studiert habe, saßen wir noch auf stühlen an tischen und haben manchmal sogar die tafel gewischt, bevor der dozent hereinkam. es gab noch keine handys und wir haben gelacht, wenn der dozent einen witz gemacht hat. heute ist alles anders. gestern war ich mal wieder mit 80 leuten in einem für 30 vorgesehenen hörsaal. dass die mir den lehrerstuhl wegnehmen, daran habe ich mich schon gewöhnt. diese haben mir aber noch nicht einmal beinfreiheit um den tisch herum gewährt, so dass ich mit angezogenen beinen auf dem tisch sitzen musste. an die tafel konnte ich nicht, da zwischen meinem rücken und der tafel drei reihen studierende auf dem boden saßen. die haben sich richtig gewundert, dass ich mich bei ihnen entschuldigte, weil ich mit dem rücken zu ihnen rede. ich konnte aber nur reden und keine gedanken in schriftlicher form verewigen. dann klingelte ein handy. da ich keine lust hatte, mal wieder "schalten sie bitte ihre mobiltelefone aus" zu sagen, nahm ich bezug auf jörg wontorra, dessen handy am abend zu vor mindestens zweimal geklingelt hatte. natürlich hat das außer den seltenen exemplaren männlicher studierender auch niemand mit einer geste des verstehens belohnt.
auch diverse drohungen, man müsse fremdsprachen und deren grammatik lernen und solle sich deshalb noch mal gut überlegen, ob man wirklich an dem seminar teilnehmen will, verhallten ungehört - zugegeben hätte auch keiner fliehen können, ohne aus dem fenster zu springen.
so blieb mir dann nur, zur sekretärin zu gehen und für nächste woche einen größeren hörsaal zu beantragen. den ich vermutlich nicht kriegen werde. da alle kurse hoffnungslos überfüllt sind.
gott sei dank läuft mein vertrag an der uni ende des jahres aus, und dann mache ich was vernünftiges. automechanikerin zum beispiel. oder spionin. oder handyverbotsdurchsetzerin in der öffentlichkeit.
auch diverse drohungen, man müsse fremdsprachen und deren grammatik lernen und solle sich deshalb noch mal gut überlegen, ob man wirklich an dem seminar teilnehmen will, verhallten ungehört - zugegeben hätte auch keiner fliehen können, ohne aus dem fenster zu springen.
so blieb mir dann nur, zur sekretärin zu gehen und für nächste woche einen größeren hörsaal zu beantragen. den ich vermutlich nicht kriegen werde. da alle kurse hoffnungslos überfüllt sind.
gott sei dank läuft mein vertrag an der uni ende des jahres aus, und dann mache ich was vernünftiges. automechanikerin zum beispiel. oder spionin. oder handyverbotsdurchsetzerin in der öffentlichkeit.
saoirse - 14. Apr, 16:07
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