zahltag
am monatsletzten spielt sich hier im slum immer das gleiche szenario ab. irgendwann um die mittagszeit taucht mein ehemaliger mitbewohner, derzeit ofW (nein, das heißt nicht Oberfeldwebel, sondern ohne festen Wohnsitz) hier auf, um der postbotin aufzulauern. es ist derjenige, nach dem mein punkerzimmer benannt ist. manchmal klingelt die briefträgerin extra, um nachzufragen, ob es in ordnung ist, dass sie seine post bei mir einwirft. einmal war sie vor ihm da und traf ihn anschließend auf der straße, um ihm freudestrahlend mitzuteilen, sein scheck sei schon oben bei frau saoirse.
danach gehen wir dann zusammen in die örtliche sparkassenfiliale, in der es am monatsletzten bzw. -ersten immer aussieht, als wäre 1929 wiedergekehrt. unmengen von menschen, die ihre langersehnten hartz-schecks einlösen. ich muss mitgehen, denn ich genieße das privileg, ein girokonto zu haben, auf das er seinen scheck einzahlen kann, um dann von mir wahlweise häppchen oder direkt die ganze summe ausgezahlt zu bekommen.
die postbotin im slum kommt spät, nie vor 13h. sie hat es nicht eilig. gerne sieht man sie auf einer bank sitzen, in der apotheke plaudern oder beim getränkehändler eine rauchen.
heute ist sie einfach mal gar nicht gekommen. was das in einem stadtteil, wo die große mehrheit von der stütze lebt, bedeutet, kann man sich sicher vorstellen. morgen haben die banken zu. und bis montag will so manches fußballspiel mit billigfusel vor der heimischen glotze verfolgt werden.
es soll ja leute geben, die ihrem briefträger zur weihnachtszeit ein geschenk vor die tür legen. diese hier kann wohl froh sein, wenn ihr morgen keiner eine bierflasche an den kopf wirft.
danach gehen wir dann zusammen in die örtliche sparkassenfiliale, in der es am monatsletzten bzw. -ersten immer aussieht, als wäre 1929 wiedergekehrt. unmengen von menschen, die ihre langersehnten hartz-schecks einlösen. ich muss mitgehen, denn ich genieße das privileg, ein girokonto zu haben, auf das er seinen scheck einzahlen kann, um dann von mir wahlweise häppchen oder direkt die ganze summe ausgezahlt zu bekommen.
die postbotin im slum kommt spät, nie vor 13h. sie hat es nicht eilig. gerne sieht man sie auf einer bank sitzen, in der apotheke plaudern oder beim getränkehändler eine rauchen.
heute ist sie einfach mal gar nicht gekommen. was das in einem stadtteil, wo die große mehrheit von der stütze lebt, bedeutet, kann man sich sicher vorstellen. morgen haben die banken zu. und bis montag will so manches fußballspiel mit billigfusel vor der heimischen glotze verfolgt werden.
es soll ja leute geben, die ihrem briefträger zur weihnachtszeit ein geschenk vor die tür legen. diese hier kann wohl froh sein, wenn ihr morgen keiner eine bierflasche an den kopf wirft.
saoirse - 30. Jun, 15:21
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