Ist Dir bewusst, dass Du der einzige Lindenstraßen-Hardcorefan bist mit dem ich befreundet bin? Eine der wenigen, die nicht durch mein sehr grobmaschiges misanthropes Raster gefallen sind und zwar durch das Riesenloch namens "geht gar nicht, ist Lindenstraßen-Hardcorefan"? Ist Dir das bewusst? Lindenstraße. Die einzige Münchner Straße in Köln, in der man zum Essen noch zum Griechen geht. Wäre Geissendörfer da auch mit der Zeit gegangen, würde Frau Marjan seit Jahren am Dönerspieß schaben. Aber das zieht der durch, so wie Harry Klein bis weit nach dem Eintritt ins Rentenalter nur Derricks Assi war und Riker schon Gebissträger war, als er vom ersten Offizier der Enterprise zum Captain eines eigenen Raumschiffs befürdert wurde.
Allerdings gibt es eine interessante Vorstellung, dann würde sogar ich Lindenstraße gucken: wenn Quentin Tarantino die Regie für eine Lindenstraßen-Doppelfolge übernimmt, die dann auch ins Kino kommt. Es müßte Leichen im Stammcast geben und Dr. House müsste im Café Bayer sitzen und als Leiter der Forensik trockene Kommentare über den Verwesungszustand von Mutter Beimer abgeben während Bill Kaulitz für die nächsten 100 Jahre die Rolle der Else Kling übernimmt.
mmmpf. ich bin bei hardcore bestenfalls harry-rowohlt-fan. sonst fällt das bei mir alles noch unter landeskunde (ich gebe zu bedenken, dass ich im gegensatz zu dir nicht in dieser republik aufgewachsen bin. als ich mit 18 deren bürgerin wurde, kam mir die lindenstraße gerade recht, meinen nachholbedarf an "wie wird man ein durchschnittlicher bundesbürger" zu decken). im übrigen ging man bei modestens in den 80ern auch zum griechen, und zwar ins akropolis. was dir andere mithörer der heutigen wie immer sehr gelungenen lesung sicher bestätigen werden.
Oh, ich ging auch zum Griechen in den 1980ern. Jour fixe: jede Woche, mit der ganzen Familie, Krefeld, Restaurant Sirtaki. Aber in den 1990ern gingen wir eben schon nicht mehr dorthin, die Lindenstraßler aber doch. Aber Du hast Recht: es nichts über die sozialisierende Wirkung von spießerten Fernsehserien. An der schwedischen Untertitelung der "Schwarzwaldklinik" habe ich 1987 in Stockholm (wo niemand zum Griechen ging) Schwedisch gelernt.
Allerdings gibt es eine interessante Vorstellung, dann würde sogar ich Lindenstraße gucken: wenn Quentin Tarantino die Regie für eine Lindenstraßen-Doppelfolge übernimmt, die dann auch ins Kino kommt. Es müßte Leichen im Stammcast geben und Dr. House müsste im Café Bayer sitzen und als Leiter der Forensik trockene Kommentare über den Verwesungszustand von Mutter Beimer abgeben während Bill Kaulitz für die nächsten 100 Jahre die Rolle der Else Kling übernimmt.